Eröffnung der Core Facility "Geowissenschaftliche Festkörpermassenspektrometrie" im Sommersemester

14.03.2022

Die neue Core Facility "Geowissenschaftliche Festkörpermassenspektrometrie”, welche pandemiebedingt erst kürzlich fertig eingerichtet werden konnte, soll nun im Sommersemester 2022 am Department für Lithosphärenforschung offiziell eröffnet werden. Sie widmet sich der geo- und kosmochemischen Grundlagenforschung und ermöglicht eine verstärkte fakultäts- und universitätsübergreifende Forschungsvernetzung.

Die Isotopengeologie gehört zu den interdisziplinären naturwissenschaftlichen Bereichen zwischen der Physik und den Geowissenschaften. Sie spielt mit ihren Untersuchungsmöglichkeiten und Methoden in allen Bereichen der modernen Geoforschung eine große Rolle, so etwa in der Sonnensystemforschung (durch Untersuchung von Meteoriten oder von Mondgesteinen), der geologischen Entwicklung unseres Planeten (durch Gesteinsdatierungen mittels radiogener Isotope), oder der Impaktforschung (durch hochpräzise Isotopen- und Konzentrationsbestimmungen von in der Erdkruste sehr seltenen Elementen). Auch in der Archäometrie und ähnlichen Gebieten sind Anwendungen möglich.

Nach Umsetzung diverser Investitionsprojekte, und der Bewilligung und Anschaffung eines neuen, „state-of-the-art“ Thermionenmassenspektrometers der neuesten Generation (2019/2020) sowie der Installation der neuen Infrastruktur (2021), bietet die Core-Facility “Geowissenschaftliche Festkörpermassenspektrometrie” nun vielfache Voraussetzungen für einen langfristigen Bestand und Ausbau dieser Forschungsgebiete an der Universität Wien. Neben Reinstlaboratorien zur kontaminationsfreien, nasschemischen Gesteinspräparation verfügt die Core-Facility über Hochdruckaufbereitungsanlagen für Gesteinsproben, ein Quadrupolmassenspektrometer (iCAP ICP-MS) für die Spurenelementanalytik, sowie zwei Thermionenmassenspektrometer (Triton TIMS) zur hochpräzisen Isotopenanalytik.

Interdisziplinäre Forschungskooperationen

Das in der Core-Facility “Festkörpermassenspektrometrie” zur Verfügung stehende Team sowie das infrastrukturelle Instrumentarium ermöglicht zudem interdisziplinäre Forschungskooperationen auf nationaler und internationaler Ebene und eine nicht nur weiterhin sichergestellte, sondern auch deutlich verbesserte  praktische Betreuung Studierender vom Bachelor- bis zum Doktoratsniveau, sowie Forschungsmöglichkeiten für Gastwissenschafter und Kooperationspartner aus dem In- und Ausland.

Die Ermöglichung der Grossgeräteanschaffungen und die Errichtung der Core-Facility “Festkörpermassenspektrometrie” sind der aktiven Unterstützung durch das Rektorat der Universität Wien und das Dekanat unserer Fakultät zu verdanken, wobei ganz besonders Vizerektorin Regina Hitzenberger, Dekanin Petra Heinz und Vizedekan Leopold Haimberger genannt sein sollen. Zu weiteren Unterstützern zählen auch Kollegen von benachbarten Instituten,  insbesondere Martin Zuschin und Jürgen Kriwet (Institut für Paläontologie), Christian Lengauer (Institut für Mineralogie und Kristallographie), Bernhard Grasemann, Daniel Le Heron und Michael Wagreich (Department für Geodynamik und Sedimentologie), und natürlich unser Departmentsleiter Rainer Abart (Department für Lithosphärenforschung).    

Eine geplante feierliche Eröffnung der Core-Facility konnte coronabedingt noch nicht stattfinden und soll nun in der zweiten Hälfte des Sommersemesters 2022 nachgeholt werden. Die Informationen dazu werden rechtzeitig ausgesandt.

Nachdem sich Transport, Aufbau und Inbetriebnahme der Core Facility "Geowissenschaftliche Festkörpermassenspektrometrie" am Department für Lithosphärenforschung pandemiebedingt verzögerten, ist die Core Facility nun vollständig in Betrieb und soll im Sommersemester 2022 offiziell eröffnet werden. Foto: Toni Schulz

Neben Reinstlaboratorien zur kontaminationsfreien und nasschemischen Gesteinspräparation, verfügt die Core-Facility über Hochdruck-Aufbereitungsanlagen für Gesteinsproben, ein Quadrupolmassenspektrometer (iCAP RQ ICP-MS) für die Spurenelementanalytik, sowie zwei Thermionen-Massenspektrometer (Triton TIMS) zur hochpräzisen Isotopenanalytik. Foto: Toni Schulz

 

Insbesondere das "state-of-the-art" Thermionenmassenspektrometer bietet ideale Voraussetzungen für den Ausbau des Forschungsbereichs Isotopengeologie an der Universität Wien. Foto: Toni Schulz

Team Core Facility "Geowissenschaftliche Festkörpermassenspektrometrie"