Ida Pfeiffer Professur

Die Ida Pfeiffer Professur der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie unterstützt die Mission der Fakultät, Spitzenleistungen in Forschung und Lehre für die Nachhaltigkeit des Planeten Erde zu leisten. Seit 2018 lädt die Fakultät für jeweils sechs Monate hochkarätige WissenschafterInnen ein, um in gemeinsamen Forschungs- und Lehrprojekten als Katalysator für die vielfältigen Forschungsthemen der Fakultät zu fungieren.

  • Die Ausschreibungen konzentrieren sich jeweils auf zwei der vier Forschungsschwerpunkte der Fakultät. In der letzten Ausschreibung lag der Fokus auf „Umwelt“ und „Anthroposhäre"; die Bewerbungsfrist endete am 31. März 2019. Die Auswahl wird so bald als möglich bekanntgegeben.

Ida Pfeiffer Professoren an der Fakultät

März - August 2019


Von März bis August 2019 sind der Astrophysiker Dan Whalen vom Institute of Cosmology and Gravitation, Portsmouth sowie der Geologe Oscar Fernandez Bellon als Ida Pfeiffer Professoren an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie. Willkommen!

Oscar Fernandez Bellon, Strukturgeologe mit einem breiten Interessens-Spektrum, war nach seiner Promotion an der Universitat de Barcelona (Spanien) 15 Jahre in der Ölindustrie tätig; dabei aber auch stetig auch in der universitären und außeruniversitären Forschung aktiv. Im Rahmen des Studiums Erdwissenschaften wird er im Sommersemester unter anderem zu Erdöl, Kohle und molekulare Fossilien vortragen.

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Der Astrophysiker Daniel Whalen promovierte in Physik an der University of Illinois, Urbana-Champaign. Er war McWilliam Fellow in Kosmologie an der Carnegie Mellon University, bevor er 2014 stellvertretender Forschungsgruppenleiter am Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Heidelberg wurde. Im Jahr 2016 trat er in die Fakultät des Instituts für Kosmologie und Gravitation an der Universität Portsmouth ein.  Seine Forschungsinteressen umfassen die ersten Sterne und supermassiven Schwarzen Löcher und wie sich Wasser in den frühesten Galaxien bildete und später zum Erscheinen von Leben im Universum führte.

 

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Juni - November 2018

Von Juni bis November 2018 war der Geograph Gareth Clay von der University of Manchester als Ida Pfeiffer Professor an der Fakultät. Im Interview erklärte er, wie er seine Forschungen von Mooren auf alle Arten von Ökosystemen ausdehnte, warum Waldbrände in Österreich ein Thema sein könnten und was StudentInnen in seinen Kursen erwarten dürfen.

[Zum Interview auf Englisch]

März - August 2018

Georg Feulner vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung war von März bis Ende August 2018 als "Ida Pfeiffer-Professor" an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie tätig. Im Interview schilderte er seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre.

[Zum Interview]

Zur Person Ida Pfeiffer

Die Ida Pfeiffer Professur der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie ehrt eine der ersten weiblichen "Explorers", die auf einzigartige Weise zur geographischen wie auch ethnographischen Forschung in der Mitte des 19. Jahrhunderts beigetragen hat. Die Wienerin Ida Pfeiffer (1797-1858) widmete ihre zweite Lebenshälfte dem Reisen in fremde Länder und unternahm selbstständig und mit geringer finanzieller Unterstützung fünf Expeditionen, darunter zwei Weltreisen - angetrieben aus purer Neugier und persönlichem Interesse. Von ihren Reisen brachte Pfeiffer neue Einblicke in fremde Kulturen mit, ethnologische und geographische Beobachtungen sowie umfassende Sammlungen von Pflanzen, Tieren wie Insekten, Mineralien und Ethnographika.

Als eine hingebungsvolle Reisende und international anerkannte Reiseschriftstellerin repräsentiert Pfeiffer bestens den Geist unserer "Faculty for Exploration" - beide verbindet das Engagement, fremde oder sogar unbekannte Territorien unseres Planeten zu erkunden. Pfeiffers umfassende Reiseberichte, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, brachten der frühen Entdeckerin internationale Aufmerksamkeit eines breiten Publikums ein. Sie wurde zudem von den zwei Geographen Alexander von Humboldt und Carl Ritter höchst resepktiert.

Pfeiffer mag aufgrund ihres Geschlechts die Möglichkeit, eine akademische Position zu bekleiden, zu Lebzeiten verwehrt geblieben sein. Doch heute wäre sie eine perfekte Vertreterin unserer Fakultät und ihres Bestrebens, den Kosmos, die Erde, die Umwelt und die Anthroposphäre in einem größeren Detail zu untersuchen, disziplinäre und geographische Grenzen zu überschreiten und das Wissen mit anderen Interessensgruppen zu teilen.

Porträt der Reiseschriftstellerin Ida Pfeiffer

Porträt der Reiseschriftstellerin Ida Pfeiffer (1797–1858), publiziert 1861 (Quelle: Wikipedia, hdl.loc.gov/loc.pnp/cph.3c08109, Library of Congress, Public Domain)

Ida Pfeiffer im Porträt

Das Leben der Reisepionierin im Porträt der Süddeutschen Zeitung: "Mein Fleisch wird ihnen schon zu alt sein".