Die Suche nach dem Donnerschall am Gaisberg

25.02.2021

Studierenden und Forscher*innen des Instituts für Meteorologie und Geophysik am Salzburger Gaisberg.

Ende Oktober brachte ein Team aus Studierenden und Forscher*innen des Instituts für Meteorologie und Geophysik am Salzburger Gaisberg rund hundert Sensoren an, mit denen Entstehung und Ausbreitung des Donnerschalls untersucht werden. Foto: Institut für Meteorologie und Geophysik

Ende Oktober, kurz vor dem zweiten Lockdown, installierten Studierende und Forscher*innen des Instituts für Meteorologie und Geophysik auf dem Salzburger Gaisberg über hundert Sensoren, um die Entstehung des Donners zu erforschen. Ende Dezember wurden die Messinstrumente wieder entfernt und die Daten ausgewertet. Im späten Frühjahr will die Forschungsgruppe erneut auf den Salzburger Hausberg und hofft auf viele Blitze.

Der Donner gehört wohl mit zu den auffälligsten physikalischen Phänomenen - doch die Mechanismen der Entstehung des Donnerschalls und seiner Ausbreitung sind nach wie vor unklar. Mithilfe von Infraschall- und seismischen Sensoren untersucht das Institut für Meteorologie und Geophysik im Projekt Thunderseis die Infraschallausbreitung des Donners und die seismo-akustische Kopplung.

"Als Seismologen messen wir die Vibration bei Erdbeben, wir können aber auch Schallerschütterungen messen. Mit unseren Instrumenten untersuchen wir nun, wie der Schall des Donners in den Erdboden einkoppelt", erklärt Geophysiker Florian Fuchs. "Davon erhoffen wir uns auch neue Kenntnisse darüber, wie Donner überhaupt entsteht, denn da gibt es noch viele offene Fragen", so Projektleiter Götz Bokelmann.

Ende Oktober brachte ein Team aus Studierenden und Forscher*innen dafür am Salzburger Gaisberg hunderte Sensoren an, deren Daten mit denen der dortigen Blitzforschungs-Station abgeglichen werden können.

Das internationale Blitzforschungszentrum auf dem Salzburger Hausberg zeichnet österreichweit zwar die meisten Blitzeinschläge auf - doch im Versuchszeitraum bis Dezember machten sich die Blitze rar. "Für das spätere Frühjahr ist daher eine weitere Versuchsreihe geplant", sagt Bokelmann.

Dem Donner auf der Spur